Startseite
Startseite
swimpool Startseite Interaktiv Kleinanzeigen und Stellenmarkt Suchen Hilfe
Startseite News
 

 

News

Schwimmen, 22.01.03, von schwimm-press
Vorschau “arena worldcup Berlin 2003” Weltcup-Finale Vorgeschmack auf WM-Höhepunkte

Berlin (schwimm-press) Das Jahr 2003 steht für die Schwimmer im Zeichen der Weltmeisterschaften im Sommer in Barcelona. Der “arena worldcup” am kommenden Wochenende in Berlin mit dem diesjährigen Finale als siebte und letzte Station im Fina Weltcup gibt einen echten Vorgeschmack auf die möglichen WM-Höhepunkte. Im Mittelpunkt des Interesse dürfte unter diesem Aspekt zweifellos das Duell des zweifachen Olympiasiegers Pieter van den Hoogenband (24) aus den Niederlanden und des sechsfachen Weltmeisters des Jahres 2001, Ian Thorpe (20) aus Australien, stehen. Für beide bedeuten die europäischen Weltcups in Paris, Stockholm und jetzt in Berlin so etwas wie ein erstes “warm up” in der WM-Saison.

Für Pieter van den Hoogenband kommt ein zweiter wesentlicher Aspekt in Berlin hinzu: Er jagt den Wuppertaler Thomas Rupprath als Spitzenreiter in der Weltcup-Gesamtwertung. Denn abgerechnet wird beim „arena worldcup“. Und dabei geht es immerhin um eine Siegprämie von 50.000 Dollar. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten bei den Männern und Frauen jeweils 30.000 bzw. 20.000 Dollar. Rupprath führt mit seinen 23,49 Sekunden über 50 m Rücken (1010 Punkte) vom Weltcup in Melbourne, bei den Frauen die Schwedin Emma Igelström mit ihrem Europarekord von 2:19,85 Minuten über 200 m Brust (1013), ebenfalls von Melbourne.

Ruppraths Weltrekord (50,58) über 100 m Rücken von Melbourne zählt laut Weltcup-Reglement nicht, da er im Vorlauf und nicht in einem Finale erzielt worden ist. In die Wertung kommen grundsätzlich nur Schwimmer, die in allen drei Erdteil-Zonen (Amerika, Ozeanien/Asien und Europa) mindestens einmal gestartet sind. Super-Star Thorpe hat keine Chance mehr in den Kampf um das große Geld einzugreifen, da er in der Amerika-Zone gar nicht gestartet war.

Wohl aber in den Kampf um Rekord-Prämien und Preisgelder des Ausrichters beim “arena worldcup”. Der Internationale Schwimm-Verband Fina honoriert Weltrekord-Leistungen mit jeweils 4.000 Dollar (bis zu einer Obergrenze von maximal 40.000 Dollar). In Stockholm verfehlte Thorpe den Weltrekord über 400 m Freistil nur hauchdünn. In der bisherigen Weltcup-Saison wurden fünf Weltrekorde erzielt, drei allein durch die Amerikanerin Nathalie Coughlin (100 m Rücken, 100 m Schmetterling und 100 m Lagen), die Chinesin Hui Qi (200 m Brust) und Thomas Rupprath (100 m Rücken). Der deutsche Ausrichter in Berlin, die DSV-Partner-Agentur SMS, lockt neben 60.000 Dollar Preisgeldern in den insgesamt 34 Einzelrennen noch mit einem Mini Cooper aus dem Hause BMW im Verkaufswert von über 20.000 Euro und einem “MZ”- Motorroller.

In Berlin gehen Schwimmer aus 40 Nationen an den Start, darunter 23 aktuelle Europameister aus den 32 Einzeldisziplinen der letztjährigen Langbahn-EM an gleicher Stelle, 17 aktuelle oder ehemalige Kurzbahn-Weltmeister und 16 Aktive, die zusammen insgesamt 28 der aktuellen Kurz- und Langbahn-Weltrekordle halten! – Berlin erlebt wie in früheren Jahren ein kaum zu überbietendes Stelldichein der Super-Stars des Schwimmsports. Angeführt wird diese Liste von vier Olympiasiegern des Jahres 2000 in Sydney: Jana Klotschkowa (Ukraine/200 und 400 m Lagen), Pieter van den Hoogenband (Niederlande/100 und 200 m Freistil), Ian Thorpe (Australien/400 m Freistil) und Tom Malchow (USA/200 m Schmetterling).

Mit Thorpe kommt aus Australien u.a. auch Kurzbahn-Weltmeister Jim Piper (200 m Brust). Die Amerikaner haben neben Tom Malchow die Staffel-Olympiasiegerin von Sydney über 4x200 m Freistil und aktuelle Kurzbahn-Weltmeisterin Lindsay Benko (200 m Freistil und 200 m Rücken) sowie den weltbesten Kraulsprinter dieser Saison, Jason Lezak, gemeldet. Lezak trifft über 50 m Freistil u.a. auf den argentinischen Kurzbahn-Weltmeister des vergangenen Jahres, José Meolans.

Piper erhält über die Bruststrecken stärkste Konkurrenz durch seinen Vorgänger als Kurzbahn-Weltmeister über 200 m Brust, Roman Sludnow (Russland), den aktuellen Kurzbahn-Weltmeister über 50 und 100 m Brust, Oleg Lisogor (Ukraine), den Japaner Kosuke Kitajima, der den zehn Jahre alten Weltrekord (Langbahn) des Amerikaners Mike Barrowman im vergangenen Oktober über 200 m Brust auf 2:09,97 Minuten verbessert hatte, den dreimaligen französischen Europameister Stephan Perrot oder den österreichischen Vize-Weltmeister über 200 m, Maxim Podoprigora, der gerade in Stockholm Perrots Europarekord auf 2:07,46 Minuten verbessert hat.

Die DSV-Elite ist bis wenige Ausnahmen wie die verletzten Stev Theloke und Mark Warnecke oder die in den USA studierenden Anne Poleska und Sarah Poewe komplett am Start. Für Franziska van Almsick bedeutet der „arena worldcup“ in ihrer Heimatstadt in diesem Jahr freilich nur ein erstes „Herantasten“ in die neue Saison. Die 24-jährige fünffache Europameisterin von Berlin 2002 und Deutschlands „Sportlerin des Jahres“ befindet sich erst seit wenigen Wochen wieder im harten Trainingsbetrieb und wird sich deshalb einem ersten Test nur auf den „Nebenstrecken“ 100 m Schmetterling und 100 m Rücken unterziehen.

Die aktuell 40 Nationen beim „arena worldcup Berlin 2003“:

Ägypten, Algerien, Argentinien, Australien, Brasilien, China, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Japan, Kamerun, Kanada, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Litauen, Mexiko, Moldawien, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Südafrika, Tschechische Republik, Usbekistan, Ukraine, USA, Weißrussland und Deutschland.

zum Seitenanfang © Schwimmverband Nordrhein-Westfalen e.V. • info@swimpool.de
Letzte Aktualisierung: 22.01.2003 •  webmaster@swimpool.de
 
Internetauftritt Ab jetzt für immer: Schwimmer