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Schwimmverband NRW, 12.04.03, Jan Krohn / Adolf Hillebrand
Bundesverdienstkreuz für Fred Glass

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Fred Glass

Fred Glass, 1. Vorsitzender des Schwimmbezirkes Mittelrhein, wurde am 11. April 2003, das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Geehrt wurde er unter anderem für seine jahrzehntelangen Verdienste um den Schwimmsport und für seine herausragende Stellung im Verein, im Verband sowie für seine soziale Grundeinstellung und seinem Einsatz für Jugendliche.

Laudatio von Dr. Hans Joachim Krauss

Lieber Fred,
wir sind hier zusammengekommen, um an der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Dich, lieber Fred, teilzunehmen.

Das "Verdienst" ist eine Sache, das "Kreuz", das man auf sich nehmen muss, um zu einem Verdienst zu gelangen, eine andere. "Verdienst" im Sinne des Ordensgesetzes steht nicht für Einkommen oder Dividende. "Verdienst" ist nicht die gewissenhafte Erfüllung persönlicher, familiärer, sozialer und staatsbürgerlicher Pflichten. Verdienst, das eine Ordensverleihung begründen und rechtfertigen kann, ist mehr. Eine Ordensschwester, die unentgeltlich ein Leben lang kranke Kinder pflegt, gebärende Frauen betreut und Alten und Gebrechlichen zu einem lebenswerten Alltag verhilft, erwirbt "Verdienste". Dass sie dies möglicherweise wegen der Aussicht auf einen Gotteslohn tut, schmälert nicht ihre Leistung.

Verdienste entspringen persönlichen Aufwendungen über einen längeren Zeitraum zu Gunsten des Nächsten oder der Gesellschaft der Nächsten, also des Staates. Der Erbringer ist nicht durch Gebot oder Gesetz, in den meisten Fällen nicht einmal moralisch verpflichtet. Verdienste sind meist einer finanziellen oder materiellen Abgeltung entzogen.

Die Verdienste in Deinem Falle, die das Oberhaupt unseres Staates seiner Entscheidung zu Grunde legte, sind der Verleihungsbegründung aufgeführt. Wenn man diese Gründe in der gedrängten Form einer Auflistung - sozusagen im Zeitraffer - vorgesetzt bekommt, so ist dies schon eine beeindruckende Sammlung zeit- und energieaufwändiger Aktivitäten, die von Dir in langen Jahren erbracht wurden. Den Nutzen hatten Einzelne, meist aber größere Gruppen unseres Gemeinwesens. Ich will Deine Verdienste hier nicht wiederholen, will aber den Aufwand unterstreichen, der notwendig war und immer noch ist, Deinen Dienst für die Gesellschaft zu realisieren.

Damit komme ich zu dem "Kreuz", von dem ich eingangs sprach; denn die Leistungen, die die Ordensverleihung rechtfertigten, sind Dir nicht zugefallen, sie mussten hart und oft gegen gewaltige Widerstände erarbeitet werden. Die Mitglieder Deiner Familie erlebten und erleben seit Jahrzehnten ebenso wie Deine zahlreichen Freunde und Mitarbeiter in Beruf, sozialem Umfeld und Sport, wie Du Dich Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr in die vielen unbezahlten Tätigkeiten einbringst, auf Freizeiten verzichtest und zusätzlichen, unnötigen Ärger verarbeitest. Solches Engagement hebt Dich aus Deiner Umwelt heraus, denn die meisten Mitmenschen - wenn auch Gott sei Dank nicht alle - sind nicht bereit, sich ein solches "Kreuz" aufzuladen.

So kommen am heutigen Tag schließlich "Verdienst" und "Kreuz" zusammen und werden Dir als "Verdienstkreuz" vom Herrn Bundespräsidenten verliehen. Mir wurde die Ehre zuteil, Dir im Namen Deiner vielen Freunde als erster unsere Bewunderung und unseren Dank für Dein Werk auszusprechen und unsere herzlichen Glückwünsche zu überbringen. Ich tue dies gern und aus tiefster Überzeugung.

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Letzte Aktualisierung: 12.04.2003 •  webmaster@swimpool.de
 
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