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Schwimmen, 25.07.03, von wir-im-sport.de
Für Popow ist Barcelona die Stadt des Erfolges

Schwimm-Zar Alexander Popow feiert seine größten Erfolge in Barcelona: Gold über 100m Freistil - elf Jahre nach seinem ersten Doppelsieg bei Olympia 1992. "Barcelona ist eine ganz besondere Stadt für mich", sagt der 31 Jahre alte Russe, den der frühere deutsche Meister Nils Rudolph wegen seines einmaligen Stils einst mit den Worten beschrieb: "Der schwimmt wie in Milch."

"Von einander lernen" — Popow düpiert Konkurrenz

In der katalanischen Metropole war 1992 der Stern des in Jekaterinenburg geborenen Super-Schwimmers aufgegangen. Vier Jahre später in Atlanta gelang ihm, was vorher nur Johnny Weissmüller gelungen war. Er wiederholte seinen Olympiasieg über 100m Freistil. Und gewann über 50m Freistil ebenfalls nochmals Gold. Popow beherrschte in den 90er Jahren den Freistilsprint nach Belieben.

In 48,42 Sekunden verwies Popow den Olympiasieger und Europameister Pieter van den Hoogenband aus den Niederlanden auf Rang zwei (48,68). Australiens Superstar Ian Thorpe blieb statt des erhofften vierten Titels nur Bronze (48,77). "Ich bin Pieter und Ian dankbar, dass ich mit ihnen schwimmen durfte. Schwimmen auf höchstem Niveau bedeutet für mich vor allem, von einander zu lernen. Schwimmen ist ein Raum für Perfektion", sagt der 31-Jährige, der seit Sydney in der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sitzt.

In Barcelona dankte Popow nach dem Rennen seinem Trainer Gennadi Turetski. Das tut Alexander Popow immer: "Es ist egal, welche Position du erreichst, hat er mir gesagt. Entscheidend ist die Zeit, die du schwimmst. Wir schauen nie in die Vergangenheit, wir schauen immer nur in die Zukunft." Das Messerattentat auf ihn 1996 in Moskau beschäftigt ihn schon lange nicht mehr, "nur noch die Journalisten".

Zukunft liegt in Europa

Popow lebt mit seiner Familie in Biel in der Schweiz. Als sein Coach wegen Alkoholeskapaden und angeblichen Anabolika-Besitzes seinen Job im nationalen Sportinstitut in Canberra verlor, fand Popow für ihn eine neue Anstellung bei Swiss Swim. Nach zehn Jahren in Australien war der Popow-Clan umgezogen. "Unsere Zukunft liegt in Europa", sagt er. Wenn Alexander Popow nach den Olympischen Spielen 2004 in Athen seine Karriere beenden wird, soll er Marketingchef seines Schweizer Sponsors (Omega) werden. Popow denkt nie an Medaillen. "Ich bin voller Dankbarkeit für meinen Trainer, meine Familie, mein Umfeld. Wir suchen gemeinsam immer nach Neuem, nach neuer Motivation und nach neuen Zielen. Nur so kann man im Spitzensport bestehen."

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Letzte Aktualisierung: 25.07.2003 •  webmaster@swimpool.de
 
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