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Schwimmverband NRW, 28.11.05, von Christian Busch (BamS)
Schwimmen lernen - nur etwas für Kinder? Von wegen!
(Bild am Sonntag, 27.11.05) "Viele Erwachsene können sich zwar über Wasser halten, sie schwimmen aber nicht richtig", sagt Wolfgang Engel, Schwimmtrainer und Dozent an der Sporthochschule Köln. "Auch wer in der Kindheit Schwimmen gelernt hat, beherrscht oft nicht die richtige Technik." Folge: Wer aus Fitnessgründen mal wieder ins Wasser geht, schwimmt uneffektiv und verliert schnell die Lust.

Deshalb gibt es immer mehr spezielle Schwimmkurse für Erwachsene. "Viele Sportvereine bieten solche Kurse an, aber auch die Schwimmbäder direkt", sagt Engel. Informationen dazu gibt es auf den Internet-Seiten der Schwimmvereine. "Sehr empfehlenswert, denn allein schafft man es nicht", so Engel. "Sie brauchen eine fachkundige Anleitung und die ständige Kontrolle, damit sich keine groben Fehler einschleichen."

Warum ist Schwimmen so gesund? "Es stärkt nicht nur Herz und Kreislauf und damit die Ausdauer - es ist auch besonders gelenkschonend, weil wir im Wasser nahezu schwerelos sind", erklärt Engel. Und: Richtig schwimmen lernen kann jeder. Damit ist es fast für jeden Menschen geeignet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sportarten werden beim Schwimmen alle Muskelgruppen trainiert, die Wirbelsäule aber entlastet. Aber nur, wenn die Technik stimmt. Denn wer beispielsweise beim Brustschwimmen (gut für Arme, Brust und Bauch) krampfhaft den Kopf über Wasser hält, wird Nackenschmerzen bekommen.

Engel: "Richtiges Training hilft, in kurzer Zeit den sogenannten Kopfstellreflex wegzutrainieren." Wer etwas für Fitness und Ausdauer tun will, sollte auf jeden Fall das Kraulen versuchen. "Es trainiert auch den Schultergürtel, macht zusätzlich eine schlanke Taille", so Engel. "Häufig müssen nur Kleinigkeiten korrigiert werden, beispielsweise der Armzug. Der Erfolg: Pro Armzug schafft man gleich eine viel längere Strecke. Und der Spaß kommt von ganz allein. Wer mit dem Schwimmen nach längerer Sportpause wieder beginnt, sollte unbedingt langsam anfangen. "So, wie Sie beim Laufen Gehpausen machen, sollte man auch im Wasser nicht gleich Höchstleistungen vollbringen wollen", rät Engel. Sein Tip: kleine Ziele setzen. "Versuchen Sie am Anfang, eine Bahn ganz durchzuhalten, ohne Zeitlimit. Erst beim nächsten Mal steigern. Dann schaffen Sie vielleicht schon zwei Bahnen." Trainieren Sie regelmäßig, aber ohne sich unter Druck zu setzen. "Dreimal die Woche eine halbe bis eine Stunde ist optimal, aber auch einmal ist besser als keinmal", sagt Engel.

Ausrüstung

Um besser schwimmen zu lernen, hilft die richtige Ausrüstung. Das brauchen Sie: Die Schutzbrille mit speziellen hochwertigen Kunststoffgläsern dient gerade dem Anfänger dazu, sich an das gechlorte Wasser im Schwimmbad zu gewöhnen, und erleichtert das Untertauchen des Kopfs beim Brustschwimmen und Kraulen. "Trotzdem sollten Sie auch lernen, ohne Brille zu schwimmen", sagt Engel. Grund: kommt unerwartet einmal Wasser hinter die Brille, sind viele Schwimmer irritiert oder geraten gar in Panik. Paddles für die Hände erhöhen die Kraft, die für den Armzug gebraucht wird. Achten Sie darauf, daß sie nicht zu groß sind, damit sich nicht wegen des Kraftaufwands Fehler einschleichen. "Paddles verbessern beim Anfänger nicht die Technik. Sie dienen dazu, die Kraft zu vergrößern", sagt Schwimmtrainer Wolfgang Engel. "Deshalb erst verwenden, wenn Sie die Grundtechnik des Kraulens beherrschen." Ein Pullbuoy aus Schaumstoff wird zwischen die Oberschenkel geklemmt und gibt den Beinen Auftrieb. "Dadurch können die Arme gezielt trainiert werden, um Muskeln aufzubauen", erklärt der Schwimmprofi. "Der Auftrieb des Pullbuoy sorgt dafür, daß der Körper dabei nicht absinkt."

Das Schwimmbrett kann umgekehrt dazu dienen, gezielt die Beine zu trainieren, während man mit den ausgestreckten Armen das Brett vor sich her schiebt. Um zu schwimmen wie ein Fisch im Wasser (und um vor allem schneller zu sein), empfiehlt sich der Gebrauch von Flossen. "Sie verbessern den Beinschlag, dadurch kann man mit weniger Krafteinsatz besser schwimmen und gezielt an der Beintechnik arbeiten", sagt Engel. Gerade beim Kraulen ist dies enorm wichtig.

Aqua Fitneß

Schwimmen - eine der gesündesten Sportarten. Aber immer nur Bahn für Bahn durchs Becken ziehen? Wie langweilig. Aqua-Fitneß macht nicht nur Spaß, es stärkt das Immunsystem, schützt vor Rückenschmerzen, baut Fett ab und verhindert Cellulitis. Kurse bieten viele Hallenbäder an. Wichtig für Herzpatienten: Vorher den Arzt fragen.

Aqua-Jogging
"Laufen im Wasser ist besonders gut geeignet, um nach Knieverletzungen Muskeln wieder aufzubauen" sagt Peter Freyer, Sportreferent beim Schwimmmverband Nordrhein-Westfalen. Denn es schont die Gelenke. Der Wasserdruck in der Tiefe strafft das Bindegewebe. Freyer: "Ideale Krampfadervorbeugung." Ein spezieller Auftriebsgürtel hilft beim Aufrechthalten, Aqua-Schuhe mit Bleimanschetten erhöhen den Effekt auf Bein,-Hüft- und Pomuskulatur.

Aqua-Step
Kennt jeder: Der Stepper ist Power-Training für Herz, Kreislauf - und den Po. Unter Wasser geht das aber noch erheblich effektiver als an Land. "Das macht besonders schöne Beine", sagt Sportexperte Freyer. Aqua-Step sollte in hüft- bis brusttiefem Wasser bei etwa 28 Grad durchgeführt werden." Besonders Einsteiger in der Wassergymnastik können ihre Koordination dadurch verbessern.

Aqua-Boxing/Aquadrill
Nichts für Weicheier. "Aktive Streßbewältigung, besonders für Männer", so Peter Freyer. Eine Kombination von Ausdauertraining mit
fernöstlichen und europäischen Kampfsportarten. "Mit gezielten Partner- und Einzelübungen verbessern Sie Körperbeherrschung und Beweglichkeit." Spezielle Handschuhe erhöhen den Wasserwiderstand, sorgen für das echte Boxgefühl.

Aquarobic
"Wie Aerobic im Wasser, aber man spürt den Schweiß nicht", sagt Peter Freyer. Es wird gelaufen und gehüpft zu flotter Disco-Musik. "Für den Anfänger gibt es langsame Einstiegsübungen, die Erfahrenen machen schnelle Abfolgen von verschiedenen Bewegungen." Unterschied zu herkömmlicher Wassergymnastik: Spezielle flexible Handschuhe (Aqua Mitts) steigern den Trainingseffekt, kräftigen die Muskeln.

Mehr Informationen gibt es im "Aqua Fitneß Kompaß"

Schwimmvereine in Ihrer Nähe mit Angeboten, u.a. zum Anfängerschwimmen und Aqua Fitneß finden Sie in unserer Vereinsdatenbank.

Quelle: mit freundlicher Genehmigung der BILD am SONNTAG, erschienen in BILD am SONNTAG vom 27.11.2005, auch abrufbar unter www.bild.t-online.de.

 
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Letzte Aktualisierung: 28.11.2005 •  webmaster@swimpool.de