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Springen, 31.10.08, von Jürgen Weuthen
Quantensprung sportlicher Leistung — Stefan Raabs Turmspringcontest fordert viel Engagement
Am 18 Oktober 2008 sahen zur Primetime 4,35 Millionen Zuschauer die vierte Auflage des TV Total Turmspringens. Im Vorfeld machten Trainer des DSV die Promis des deutschen Fernsehens fit.

Es ist schon faszinierend was einmal im Jahr passiert: plötzlich und ganz unerwartet tritt eine Sportart in den Fokus der Öffentlichkeit, bei der nicht Topathleten gegeneinander antreten, sonder Menschen, die in der Regenbogen-Presse vertreten oder disziplinfremde Sportler sind. Doch sie haben eines gemeinsam: Sie sind von Stefan Raab geladen, und treten im Turmspringen gegeneinander an.

Meist sind es gut gemeinte Ratschläge ihrer Manager, die die Stars und Sternchen Deutschlands zu solch einer sportlichen Aktion bei Topmoderator Raab führen. Dann stehen sie da, in Badehose und Badeanzug und haben sich ihre Karriere ganz anders vorgestellt. Hartes Training steht auf dem Plan, ohne das würde ihre persönliche Show am 18. Oktober nicht funktionieren. Was davon übrig bleiben würde sind blaue Flecke, die sie in die Kamera halten und lächeln würden. Die eine oder andere schmerzhafte Erfahrung mit der Wasseroberfläche wird dann gerne heruntergespielt. "Nicht wenige denken, Wasserspringen wäre mit 4-5 Trainingseinheiten vor der Fernsehshow erledigt.", so Trainer Jürgen Weuthen von der Telekom-Post-Sportgemeinschaft Köln. Doch die unerwarteten Anstrengungen führen schnell zu kaum geahnten Effekten. "Die Konkurrenz schläft nicht, da wird Publicity-Denken schnell zu sportlichem Ehrgeiz. Fernsehstars werden zu Kurzzeit-Athleten und versuchen sich immer mehr an schwierigen Sprüngen."

Positive Bilanz des DSV
Für die DSV-Trainer im Wasserspringen war die Wettkampfvorbereitung für das Event 2008 eine der härtesten seit Stefan Raabs erster Herausforderung. So kamen Gerd Völker (Berlin) und Jürgen Weuthen zu dem Schluss: Jedes Jahr sei ein Quantensprung in der sportlichen Leistung zu verzeichnen. Weuthen: "Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass die Promis 2008 einen anderthalb Salto rückwärts mit eineinhalb Schrauben oder anderthalb Salto vorwärts mit einer Schraube springen können." Gerade Schraubensprünge gehörten laut Fachmann zu den schwersten Sprüngen.

Eine positive Bilanz kann der Deutsche Schwimmverband aus den finanziellen Zuwendungen ziehen, die durch die Medienkooperation zu Stande kam. Diese Gelder kommen der Förderung von talentierten Sportlern zu Gute. Weuthen: "Wieviel Geld ProSieben mit dem Format macht, kann keiner sagen. Sicher steht dies nicht im Verhältnis zu der Aufwandsentschädigung, die der DSV erfährt. Trotzdem rechtfertigen die Mühen aller Trainer der Prominenten jeden Euro und hilft vor allen Dingen unserem Sport."

Kein Pokal für Fabian Hambüchen und ein glücklicher Elton
Reck-Weltmeister und Olympia-Bronzemedaillen-Gewinner Fabian Hambüchen, absoluter Liebling des Abends, musste sich von Filmstar Seffen Groth vom 3m Brett geschlagen geben. Nach dem er mit zwei hervorragenden kopfwärts getauchten Sprüngen ins Finale eingezogen war, galt er als der Favorit. Doch es kam anders. Obwohl das Publikum 100% hinter dem Ausnahmesportler stand, verpatzte er seinen dreieinhalb Salto vorwärts. Die Trainer des DSV waren fasziniert von seiner Darbietung, doch da er den Sprung zu früh öffnete kam er so unglücklich ins Wasser, dass trotz Protest des Publikums nur 5 Punkte vergeben wurden.

Stefan Raab eilte sofort zum Kampfgericht und bat um Erklärung, was da passiert sei. Die Zeitlupe gab den erfahrenen Kampfrichtern jedoch Recht. Hambüchen nahm es sehr sportlich. Kurz vorher hatte er sich für diesen Sprung entschieden, um den Fans ein Highlight zu bieten. Dafür nahm er in Kauf, dass er den sicheren ersten Platz vergab. Von Seiten der Experten genoss er jedenfalls großen Respekt.

Elton sprang vom 5 Meterturm über seinen eigenen Schatten hinweg: "Ich bin der glücklichste Mensch auf der Welt!", sagte er hinterher. Und das dank bloßer Trockenübung. Erst am Dienstag vor der Show holte er sich bei Jürgen Weuthen im Kölner Schwimmleistungszentrum Tipps, nicht im Wasser, sondern am Beckenrand. Auch am Aktionstag selbst genügte ihm ein kurzer theoretischer Exkurs. Dieses Jahr reichten diese "Vorübungen" wenigstens, um schmerzfrei und unter tosendem Beifall vom Turm zu springen.

Im Kampfgericht des DSV bei Stefan Raabs Turmspringen saßen: Anke Pieper, Gerd Völker, Beppo Herweck , Ingo Straube, Susanne Beyer, Michaela Herweck und H.Jürgen Weuthen.

Dieser Artikel incl. einiger Fotos (PDF-Datei, 162 kb, 4 Seiten)
 
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Letzte Aktualisierung: 31.10.2008 •  webmaster@swimpool.de