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Schwimmen,
04.06.12, von Peter Kuhne
Athleten aus dem SV NRW gewinnen bei den Europameisterschaften in Debrecen sechs Medaillen

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Erfolgreichste Schwimmerin des SV NRW in Debrecen war mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille Sarah Poewe (SG Bayer Wuppertal/ Uerdingen/ Dormagen)

Die 31. Europameisterschaften der Beckenschwimmer im ungarischen Debrecen fanden mit neun Athleten aus dem SV NRW statt. Hiervon stellte die SG Essen sechs Aktive und die SG Bayer Wuppertal/ Uerdingen/ Dormagen drei. Aus unserem Landesverband vertraten aus diesen beiden Startgemeinschaften acht Schwimmerinnen und Schwimmer die Farben des Deutschen Schwimm-Verbandes während Jasmin Rosenberger (SG Essen) für die Türkei antrat. Mit sechs Medaillen (3 Gold, 1 Silber und 2 Bronzemedaillen) fiel die Bilanz dieser europäischen Titelkämpfe aus NRW-Sicht erfolgreich aus. Die positivste Erscheinung in Debrecen war ohne Zweifel Sarah Poewe von der SG Bayer Wuppertal/ Uerdingen/ Dormagen.

Die 29-jährige 19-fache Deutsche Meisterin gewann in der zweitgrößten Stadt Ungarns drei Medaillen. Über 100m Brust wurde sie Europameisterin in sehr guten 1:07,33 Minuten. Das war die zweitschnellste Zeit, die Sarah Poewe je geschwommen ist. Ihr Deutscher Rekord von 2009 steht zwar bei 1:07,09 Minuten, doch die wurde noch in dem berühmt, berüchtigten "Anzug" geschwommen. Insofern ist die Zeit von Debrecen höher einzustufen, als die seinerzeitige Rekordmarke. Auf einen Medaillenrang schwamm Sarah Poewe auch über 200m Brust. In 2:27,80 Minuten gewann die aktuelle Deutsche Meisterin auf dieser Strecke die Bronzemedaille. Ihre überragenden Leistungen in Debrecen krönte die in Südafrika geborene Wuppertalerin mit dem Gewinn der Goldmedaille mit der 4x100m Lagenstaffel.

Zusammen mit ihren Staffelkolleginnen Jenny Mensing (Wiesbaden), Alexandra Wenk (München) und Britta Steffen (Berlin) schwamm Sarah Poewe mit der Zeit von 3:58,43 einen neuen Europameisterschaftsrekord.

Die europäische Spitzenklasse im Brustschwimmen der deutschen Frauen verkörperte in Debrecen auch Caroline Ruhnau von der SG Essen, die über 50m Brust in 31,35 Sekunden die Bronzemedaille gewann. Fast hätte es auch über 100m Brust für "Caro" zu einer Medaille gereicht. In 1:07,95 Minuten sprang für die gebürtige Münsteranerin aber nur der undankbare vierte Platz heraus.

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Zwei Brustschwimmerinnen aus dem SV NRW vertreten unseren Landesverband in London: Sarah Poewe und Caroline Ruhnau

Vergrößerung Christian vom Lehn (SG Bayer W/U/D)

Staffelsilber gewann mit Christian vom Lehn (SG Bayer Wuppertal/ Uerdingen/ Dormagen) ebenfalls ein Brustschwimmer. Mit der 4x100m Lagenstaffel der Männer belegte der Wuppertaler zusammen mit Helge Meeuw (Magdeburg), Steffen Deibler (Hamburg) und Marco die Carli (Frankfurt) in 3:34,41 Minuten Platz zwei hinter Italien (3:32,80). Im Einzelrennen über 200m Brust verpasste der im Vorfeld der EM lange verletzte WM-Dritte von Shanghai mit Platz vier knapp die Bronzemedaille.


Eine Goldmedaille mit der 4x100m Freistilstaffel gewann Lisa Vitting von der SG Essen. In dem erfolgreichen Staffelquartett, das sich den Titel in 3:37,98 Minuten sicherte, standen neben Lisa Vitting noch Britta Steffen (Berlin), Silke Lippok (Pforzheim) und Daniela Schreiber (Halle). Anteil am deutschen Staffelerfolg über 4x100m Lagen der Frauen hatten auch die Essenerinnen Caroline Ruhnau und Sina Sutter, die im Vorlauf eingesetzt wurden, im Finale dann aber durch Alexandra Wenk und Sarah Poewe ersetzt wurden.

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Lisa Vitting: (SG Essen)


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Sina Sutter (SG Essen)

Da nach den Regeln auch die nur im Vorlauf eingesetzten Athleten eine im Finale gewonnene Medaille erhalten, konnten sich auch Sina Sutter und Caroline Ruhnau mit Gold schmücken. Siebzehn Einzelstarts absolvierten die NRW-Aktiven. Zwölfmal erreichten unsere Schwimmerinnen und Schwimmer das Semifinale. Der Sprung in das Finale gelang hierbei fünfmal. Leider wurden trotz der vielen Erfolge in Debrecen aber nicht alle Ziele erreicht.

Vor diesen Titelkämpfen hatten sich mit Caroline Ruhnau (100m Brust) und Christian vom Lehn (200m Brust) nur zwei NRW-Athleten für einen Einzelstart bei den Olympischen Spielen in London qualifiziert. Alle anderen suchten in Debrecen eine zweite Chance die Olympianormen für London zu unterbieten. Das gelang aber nur Sarah Poewe, die bereits im Semifinale über 100m Brust mit ihrer Zeit von 1:07,70 Minuten die Norm von 1:07,87 Minuten unterbot und das Ticket für Olympia lösen konnte. Für Sarah sind es nach Sydney 2000, Athen 2004 und Peking 2008 bereits ihre vierten Olympischen Spiele.

Vergrößerung Christoph Fildebrand (SG Bayer W/UD)

Welche deutsche Schwimmerinnen das bisher ebenfalls geschafft haben, war auf die Schnelle nicht zu ermitteln - die dürften aber an einer Hand abzuzählen sein. Einen Staffelplatz in London über 4x100m Freistil dürfte der Deutsche Meister Christoph Fildebrandt sicher haben. Das gleiche gilt für Lisa Vitting. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge fahren somit fünf NRW-Athleten nach London.


Hoffnungen auf eine Olympiateilnahme können sich aber noch die beiden Essener Sina Sutter und Hendrik Feldwehr machen. Für den schnellsten deutschen 100m Brustschwimmer Hendrik Feldwehr, der seit April verletzt ist, und keine Chance hatte sich für London in einem Wettkampf zu qualifizieren, liegt ein Sonderantrag beim DSV. Einen Sonderantrag gibt es auch für Sina Sutter, die als Ersatzfrau über die Schmetterlingstrecke für die Lagenstaffel nominiert werden könnte.

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Hendrik Feldwehr
(SG Essen)

Sollten beide Anträge durchgehen, würde unser Landesverband mit sieben Athleten in London vertreten sein. Das wäre natürlich ein großartiges Ergebnis für den SV NRW. Die endgültige Entscheidung, wer letztendlich nach London fährt, trifft der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). Der DSV hat lediglich ein Vorschlagsrecht.

Peter Kuhne

Ergebnisse SV NRW-Athleten 31. Europameisterschaften vom 21. bis 27. Mai 2012 in Debrecen / Ungarn
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Letzte Aktualisierung: 04.06.2012 •  webmaster@swimpool.de