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Synchronschwimmen, 24.06.12, von Helmut Radlanski

Synchronschwimmerin vom SV NRW bei den Europameisterschaften 2012

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Kyra Felßner

Nicht nach Ungarn, sondern in die Niederlande nach Eindhoven reisten die besten Synchronschwimmerinnen Europas. Vom 23. bis 27. Mai kämpften sie im Pieter van den Hoogenband Swimming Stadium um die Medaillen. Vom DSV gingen Kyra Felßner von den FS Bochum im Solo und Wibke Jeske mit Edith Zeppenfeld aus Flensburg im Duett an den Start.

Die Equipe aus Deutschland wurde durch Stephanie Marx vom SC Wedding Berlin verstärkt, die als Wertungsrichterin bei den Titelkämpfen fungieren durfte.

Solo nicht olympisch, aber eindrucksvoll

Mitten in der Woche am 23. Mai begannen schon am Vormittag die Wettkämpfe mit den Soli. Aus 15 Nationen kamen die Solistinnen, darunter auch die Weltmeisterin Natalia Ishchenko aus Russland. Als erste Aktive musste Jasmin Gronman aus Finland in das Wasser. Mit 71,5 Punkten spielte sie nur eine untergeordnete Rolle in der Konkurrenz der Solistinnen. Dann aber setzte Andrea Fuentes aus Spanien als zweite Schwimmerin mit 94,7 Punkten direkt die passende Richtschnur und ging auf Medaillenkurs. Kyra Felßner, die direkt nach dieser Kür an den Start ging, hatte ein schweres Erbe. Im Laufe der letzten Jahre hatte sie aber so viel Routine und Selbstvertrauen gewonnen, dass sie sich nicht beirren ließ und eine gute Kür präsentierte. Mit 80,3 Punkten schaffte sie auch wieder die Schwelle zur Kategorie "verry good", wobei der Technische Wert und der Künstlerische Eindruck ausgeglichen waren. Mit Platz 9 in der Technischen Kür war ein sehr erfolgreicher Auftakt geschafft. Jetzt musste nur noch die Freie Kür gut laufen, um in das Finale zu gelangen. Die Aussichten waren gut, denn Kyra hatte besonders an ihrem Ausdruck und der Präsentation gearbeitet, was für eine Solistin von entscheidender Bedeutung ist. Mit Startplatz 12 hatte sie beste Rahmenbedingungen und nutzte diese auch. Kyra schaffte mit 80,42 Punkten auch hier wieder den neunten Platz und somit den Einzug in das Finale. Im Finale bestätigte Kyra ihre Leistung und Konstanz. Mit 80,34 Punkten sicherte sie Platz 9. Ihre Trainerin Stella Mukhamedova, die Vorkampf noch viele Details gefunden hatte, die Kyra besser machen könnte, freute sich riesig.

Natalia Ishchenko schwamm in einer eigenen Liga und überzeugte mit einer schnellen aber auch sehr ausdrucksstarken Darbietung. Andrea Fuentes kämpfte sich in der freien Kür bis auf zwei Punkte an die Russin heran konnte sie aber zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährden und musste sich so mit der Silbermedaille begnügen. Die Bronzemedaille holte sich Lolita Ananasova aus der Ukraine mit deutlichem Rückstand aber immer noch über 90 Punkte.

Duett, mit deutscher Finalteilnahme

Das Finale im Synchronschwimmen beginnt mit der Parade der zwölf Finalistinnen. Auch im Duett waren die Aktiven des DSV dabei. Wiebke Jeske und Edithe Zeppenfeld hatten den Einzug in das Finale geschafft. Der Start in die Meisterschaften war für die Beiden zunächst nicht so ermunternd. Anders als im Solo kam im Duett als erster Wettkampf die Freie Kür. Wiebke und Edith hatten in den vergangenen Monaten unendlich viel Zeit in das Training gesteckt und waren hoch motiviert in die internationale Konkurrenz getreten. Mit etwas enttäuschenden 76,7 Punkten leuchtete auf der Anzeigetafel auch nur der undankbare Platz 13 auf. Wiebke und Edith wollten aber in das Finale. In der Technischen Kür ist ein großer Teil durch die vorgeschriebenen Technischen Elemente auch in der Bewertung klarer definiert. Das DSV-Duett nutzte diese Chance. Die technisch gute Ausführung der vorgeschrieben Elemente führten dann zu der Punktzahl von 77,4 Punkten. Es erschien der angepeilte Platz 12 auf der Anzeigetafel. Auch in der Addition mit der Freien Kür reichte es, um sich vor Bulgarien zu behaupten, da diese deutlich weniger Punkte in der Technischen Kür erreicht hatten.

Das Finale war anders als noch die Vorkämpfe vollständig ausverkauft. Die Organisatoren hatten sogar schon eine Wartliste für die an den Tickest Interessierten angelegt. Befreit und von der Atmosphäre beflügelt bestätigten Wiebke und Edith ihre Leistung nicht nur, sonder steigerten sich noch etwas. Sie setzten die Akzente wie geplant, mit dem richtigen Gesichtsausdruck, bei den Boost glänzten sie mit beeindruckender Höhe. Kurzum, der Finaleinzug und der Platz 12 konnte als Erfolg verbucht werden.

Wie auch im Solo dominierte Nathalia Ishchenko, nun mit ihrer Partnerin Svetlana Romashina aus Russland. Wieder ließen sie schon im ersten Wettkampfteil keine Zweifel aufkommen, zwei Punkte Vorsprung vor dem Duett aus Spanien pflegten sie weiter bis zum Sieg im Finale. Auch der dritte Platz ging an die gleiche Nation wie im Solo. Daria Iushko und Kseniya Sydorenko aus der Ukraine verwiesen das Duett aus Italien deutlich auf Rang vier. Die Ukraine hat sich nicht nur mit diesen Meisterschaften unter den führenden Nationen im Synchronschwimmen etabliert sondern einige andere deutlich auf die Plätze verwiesen.

 
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Letzte Aktualisierung: 25.06.2012 •  webmaster@swimpool.de